Glaubensgrundlage
Glaubensgrundlage
Glaubensgrundlage

Die Grundlage unseres Glaubens ist Jesus Christus, der Sohn Gottes und der Retter der Welt (1.Kor. 3,11). Mit ihm und durch ihn hat alles Sichtbare und Unsichtbare begonnen. Er ist das Wort, durch welches das Universum in sechs Tagen geschaffen wurde (Joh. 1,1-3).
Er ist der einzige Weg zu Gott, den wir Vater nennen dürfen. Er ist aber auch die einzig gültige Wahrheit, die den Menschen aus seiner Verstrickung in Lüge und Sünde befreit. Und er ist das Leben, das über den Tod hinaus reicht (Joh. 14,6). Damit ist er für uns der Ursprung unseres Glaubens und die Garantie für alle Zusagen Gottes geworden. Durch den Glauben an Jesus Christus, steht uns die Tür zu all den Reichtümern Gottes offen und wir sind dazu berufen diese Gaben miteinander zu teilen (2.Petr. 1,3-4). Liebe soll das Motiv für jede Aktion und Reaktion sein. Damit lernen wir immer mehr so zu handeln wie Gott es tut.

Da sich Gott in seinem Wort, der Bibel, uns offenbart, laden wir alle Menschen um uns herum dazu ein, mit uns zusammen auf das Wort Gottes zu hören und es gemeinsam und auch persönlich zu studieren. Wir sind überzeugt, dass die Bibel (alle 66 Bücher des Alten und Neuen Testaments) von Gott inspiriert wurde und die Wahrheit ist (Joh. 17,17). Sie ist für uns die höchste Autorität in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung (Ps. 119,11). Wer der Bibel glaubt, erkennt seine Schuld und bekennt diese in einem Gebet vor Gott – wir nennen dieses befreiende Ereignis „Bekehrung“ (Lk. 7,29). Diesen Prozess der Umkehr zu Gott schließt die Glaubenstaufe ab (Mk 16,16).

Der Glaube an Jesus Christus führt immer in einen neuen Lebensstil, der sich grundsätzlich von der früheren Lebensart unterscheidet. Da Gottes Geist durch den Glauben an Jesus Christus in unser Leben einzieht, haben wir eine neue Identität. Das frühere Leben gehört damit der Vergangenheit an und das neue Leben beginnt sich zu entfalten. Die Bibel nennt dieses Wunder „Wiedergeburt“, durch die wir Gottes Kinder geworden sind.

Wie das Neugeborene gute Nahrung (Milch) braucht, um zu wachsen, lieben wir Gottes Wort, das uns stark macht. Aber noch viel mehr lieben wir den, der uns das neue Leben geschenkt hat. Aus Liebe zu ihm und aus Dankbarkeit für die Rettung aus Sünde und Schuld leben wir mit ganzer Hingabe und ganzem Einsatz nach seinem Willen. Ein wesentliches Merkmal eines wiedergeborenen Menschen besteht somit darin, dass er immer wieder fragt: „Herr, was willst du du, dass ich tun soll?“

Dieses vorbildliche Leben erschließt uns immer mehr wer Gott ist (2.Petr. 1,5). Seine Liebe wirkt auf uns wie ein Magnet. Sie zieht uns immer mehr in die Gemeinschaft zu den anderen Gotteskindern – so sind wir als Gemeinde entstanden. Hier lernen wir gemeinsam für unser neues Leben. Jeder Gottesdienst ist ein Gewinn, denn wir kommen alle gut vorbereitet zusammen, um einander zu dienen. Jesus Christus ist bei solchen Versammlungen immer mittendrin und wir ihm besonders nahe. Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes (Kol. 1,15). Wer Jesus kennt, der kennt auch den Vater im Himmel. Das erfüllt uns mit der Gewissheit auf das ewige Leben, ein Leben über den physischen Tod hinaus bei Gott.

Diese Gnade Gottes, die an uns sichtbar wird, befähigt uns zu dem nächsten Schritt im Glauben (Tit. 2,11-12). Dabei geht es darum, dass wir unser Leben bewusst in den Dienst Gottes stellen – dieser Schritt wird in der Bibel „Heiligung“ genannt. Jeder Christ muss wachsen und reifen, um dazu fähig zu sein, in der Selbstbeherrschung Verantwortung für sein Leben und die Mitmenschen zu übernehmen (2.Petr. 1,6). An unserem Vorbild soll Gottes Charakter deutlich zu sehen sein. Alles was wir tun in Wort und Tat geschieht im Auftrag des Herrn Jesus Christus (Kol. 3,17) und hat die Zielsetzung Menschen zu Jesus zu führen.

Um dieser Aufgabe nachkommen zu können, brauchen wir keine schulische oder theologische Ausbildung, sondern wachsende Ausdauer (2.Petr. 1,6). Dadurch werden wir nicht nur andere für den Glauben an Jesus Christus gewinnen können, sondern auch unseren Glauben festigen. Wir müssen tief verwurzelt in ihm sein und allen Stürmen des Lebens, die uns durch Versuchungen und Anfechtungen auf die Probe stellen, standhalten. Dabei geben wir aufeinander acht, dass wir uns gegenseitig nicht herausfordern, nicht ärgern und auch nicht zur Sünde verführen. Wir sehen einander wie Gott uns vorgesehen hat und helfen uns gegenseitig, der Bestimmung für unser Dasein zu entsprechen. Gemeinsam wachsen wir zu einer Einheit zusammen und bekennen damit, dass Jesus Christus der von Gott gesandte Messias ist (Joh. 17,21).

So ein Leben spricht von einer kindlichen Abhängigkeit von Gott – die Bibel nennt dieses „Gottesfurcht“. Hier haben Sorgen oder Ängste, vergängliche Werte oder Egoismus keinen Platz. Unser Leben spricht von der Gegenwart Gottes. Wir achten darauf, dass wir ihn nicht mit rebellischem Verhalten, was Sünde ist, herausfordern. Ganz im Gegenteil, wir lassen uns zunehmend zur Liebe und zu guten Taten motivieren – die Bibel spricht in diesem Fall von „guter Frucht“ (Hebr. 10,24). Unser Lebenswandel ist dadurch frei von Neid, Heuchelei, Niedertracht und ähnlichem. So kann Gott seine ganze Fürsorge an uns erweisen und wir geben anderen gerne Anteil an allen Segnungen. Ob wir schon in der Gottesfurcht leben, kann jeder um uns herum daran erkennen, dass wir von Herzen für alles Gott dankbar sind (1.Thess. 5,18). Dann spricht man davon, dass wir Gott wirklich lieben, weil er uns zuerst geliebt hat und unsere Schuld mit dem Tod seines Sohnes bezahlte. An diesem Preis erkennen wir, wie schrecklich Sünde ist.

Nun kommen wir zu dem schönen Ergebnis des Glaubens an Jesus Christus, und das ist die Liebe (2.Petr. 1,7)! Die Liebe zu Gott befähigt uns zur Liebe untereinander. Wir können einander nur noch helfend und dienend begegnen. Wir achten den anderen höher als uns selbst und haben das Verurteilen und Richten des anderen aufgegeben (Phil. 2,3). Die Gemeinde ist ein freiwilliger Zusammenschluss von wiedergeborenen und getauften Menschen aus verschiedenen Sprachen, Kulturen und gesellschaftlichen Schichten (Offb. 5,9). Jeder Christ soll einer Glaubensgemeinschaft an seinem Wohnort angehören können. Hierher sollen dann auch die Angehörigen, Freunde und Bekannte eingeladen werden können. Es soll ein Zuhause für viele Herzen sein, weil wir niemanden aus der Liebe Gottes ausschließen. Die Liebe schafft die nötige Veränderung im Leben der anderen Glaubensgeschwister und nicht der erhobene Zeigefinger. So können Begabungen entdeckt und zur Ehre Gottes eingesetzt werden (1.Petr. 4,10). Unsere Zusammenkünfte sind eine Anbetung unseres Herrn Jesus Christus, schaffen echte Gemeinschaft, fördern die Mitarbeit und Reife des Einzelnen, sind aber auch vom tiefen Ernst und Ehrlichkeit geprägt. Diese Erfahrung sendet uns hinaus in die unruhige Welt unserer Mitmenschen, um weitere Gemeinden zu gründen (Mt. 28,18-20).

Da wir aus der Quelle des Lebens schöpfen, wollen wir auch dieses Wasser an alle unsere Mitmenschen weiterreichen. Es soll jeder den wahren Frieden in seinem Herzen und Umfeld erleben können. Deshalb bitten wir die Menschen im In- und Ausland, dass sie sich versöhnen lassen mit Gott und miteinander (2.Kor. 5,20). Letztendlich ist die Sünde die Ursache für alles Leid in dieser Welt. Der Mensch schließt Gott immer mehr aus seinem Leben aus, mit der Folge, dass er nur noch Böses mit Bösem vergelten kann. So entstehen Streit, Hass und Krieg. Doch gerade deshalb ist Jesus Christus als wahrer Mensch zu uns in die Welt gekommen, von Maria in Betlehem geboren worden und damit unter denselben Druck gestellt worden, der auf allen Menschen lastet. Doch er erfüllte den ganzen Willen Gottes, der sich in seinem Gesetz offenbarte und ging unschuldig und stellvertretend für uns in das Gericht Gottes. Da die Schuld der ganzen Welt bezahlt ist, kann sich nun jeder Mensch durch den Glauben an ihn gerettet wissen und hat die Hoffnung für immer bei Gott im Himmel zu sein. Das ist die rettende Botschaft, die wir verkündigen. Jesus Christus kommt bald wieder und wird für alle Richter sein, die ihn nicht als ihren Retter angenommen haben (Offb. 22,12).

Wir warten und freuen uns auf ihn.