Glaubensgrundlage
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Glaubensgrundlage

… nach Eph. 4,4-6
Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein Gott und Vater aller, über allen und durch alle und in euch allen.

Ein Leib

Wir bekennen: Ein Mensch wird durch den Glauben an Jesus Christus ein Glied des Leibes Jesu Christi durch das Innewohnen des Heiligen Geistes (1.Kor. 12,13). Dem geht das Bekenntnis der persönlichen Schuld und echte Umkehr voraus, worauf er durch Gottes Geist wiedergeboren wird (Joh. 3,3-5).

Da wir in unserer Gemeinde nicht den ganzen Leib darstellen, sind wir verpflichtet, allen Gliedern des Leibes mit brüderlicher Ehrerbietung zu begegnen, auch wenn sie nicht zu unserer Gemeinde gehören und nicht unsere Glaubensüberzeugungen haben. (1. Joh. 5,1)

Eine Zusammenarbeit wird sich immer daran entscheiden, ob wir in den grundlegenden Überzeugungen der Bibel miteinander übereinstimmen.

Wir verwerfen alle Anstrengungen und Versuche, die Einheit durch Organisation (Ökumene) darzustellen oder durch falsche Allianz auf Kosten des biblischen Glaubens voranzutreiben. Dies behindert die Klarheit und Wahrheit des Wortes Gottes und die eindeutige Verkündigung des Evangeliums.

Ein Geist

Wir bekennen, dass nur der Heilige Geist, als der Geist Gottes und des Christus (Röm. 8,9), das wahre Leben für Christsein, Jüngerschaft und ein Leben zur Verherrlichung Gottes wirken kann. Er überführt von Sünde, wirkt die Wiedergeburt, schenkt die Berufungen und Gaben und macht die Christen eins in Christus. Diese Einheit gilt es zu bewahren und nicht herzustellen (Eph. 4,3). Es ist die Verpflichtung des Christen, ständig von Ihm erfüllt zu sein. Der Heilige Geist hat die Leidenschaft, Jesus als den Herrn darzustellen („verherrlichen“ Joh. 16,14) und den Gläubigen in das Bild Jesu Christi zu verwandeln (2. Kor. 3,17-18).

Wir verwerfen die Ansicht, dass durch Methoden (menschliche Strategien) Gottes Reich gebaut wird, obwohl der Heilige Geist Methoden gebrauchen kann, wenn sie ihm geweiht sind und durch geisterfüllte Menschen eingesetzt werden.

Wir verwerfen die Ansicht, dass der Heilige Geist besonders in Großveranstaltungen und Zahlen und äußeren Erfolgen sein Werk treibt. Er wirkt auch im Stillen in der kleinen Herde.

Wir verwerfen die Ansicht, dass der Heilige Geist durch äußere „Manifestationen“ (Heilungs- und Wunderveranstaltungen, aufsehenerregende prophetische Worte oder Wundergaben) dieser Welt die Macht Gottes zeigen will, wie es vor allem in der Pfingstbewegung und charismatischen Bewegung gelehrt wird.

Wir können nicht über den Heiligen Geist verfügen, aber uns ihm zur Verfügung stellen.

Eine Hoffnung

Wir bekennen, dass alle wahren Kinder Gottes in der einen Hoffnung verbunden sind: Wir werden Jesus Christus in der Ewigkeit sehen und mit ihm ewig leben. Jesus Christus wird wiederkommen, um die Gemeinde als seine Braut zu sich zu holen (1.Thess. 4, 13-18, Entrückung) und die Welt zu richten (Offb. 20,11-15). Dies bedeutet auch, dass Menschen, die Jesus Christus ablehnen, in der Ewigkeit getrennt sind von ihm und ewig verloren sind.

Wir verwerfen die falsche Lehre, dass es mehrere oder andere Wege zu dieser Hoffnung gibt. Wir verwerfen die falsche Lehre, dass es eine Allversöhnung (aller Menschen und gefallener Engel) in weiteren Äonen geben könnte.

Ein Herr

Wir bekennen, dass es nur einen Herrn und Herrscher in dieser und der anderen Welt gibt, Jesus Christus, der als Kind in Bethlehem geboren wurde und in Nazareth aufwuchs. An ihm entscheidet sich ewiges Leben oder ewiger Tod (Joh. 3,36). Nur in ihm ist Vergebung der Sünden durch sein Blut (Eph. 1,7) Wir bekennen ihn als den einen Herrn, dem wir glauben und dem wir folgen.

Unser Herr Jesus Christus ist Gott selbst, der „im Fleisch“ gekommen ist (Joh. 1,14; 1. Tim. 3,16). Er hat stellvertretend die Sünde der Welt auf sich genommen und versöhnte so die Welt mit Gott (2. Kor. 5,18-19). Seine Auferstehung aus den Toten ist unsere Hoffnung, dass wir auch am ewigen Leben teilhaben werden (1. Kor. 15,20-21; Röm. 8,9-11).

Nur der Geist, der bekennt, dass Jesus der im Fleisch gekommene Christus ist, ist von Gott (1. Joh. 4,2-3).

Wir verwerfen die falsche Lehre, dass irgendein anderer Christus oder Christusgeist uns Heil geben kann. Hier irren die Vertreter der Anthroposophie und der New-Age Bewegung, die von einem unpersönlichen Christusgeist sprechen.

Wir erkennen die Gefahr, dass der Satan bemüht ist, durch Irrlehre und Verführung das Bild unseres Herrn Jesus Christus zu verdunkeln, zu verfälschen und zu ersetzen und damit die verlorenen Menschen vom Heil in Christus abzubringen.

Ein Glaube

Wir bekennen: Es gibt unterschiedliche Glaubensbekenntnisse, aber nur einen rettenden Glauben (Eph. 2,4-9, Hebr. 11,1.6) der durch Werke lebendig wird (Jak. 2,14-26). Es gibt auch nur einen Retter, den gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus. Er ist in den Himmel als unser Hohepriester versetzt worden und wird als König und Richter wiederkommen. Aus Gnade errettet Er uns durch den Glauben an sein Erlösungswerk. Er ist auch der einzige Mittler zwischen Gott und den Menschen (1. Tim. 2,5).

Wir verwerfen alle Zusätze zu diesem Glauben, wo der Mensch irgendein Werk beitragen kann, um errettet zu werden. Wir verwerfen alle anderen Heilsbringer und alle falschen Christusse, ebenso Heilige als Vermittler und Wundertäter und jede Form von Glaubensvermischung und Werksgerechtigkeit, die besonders durch die katholische Kirche und durch die orthodoxe Kirche vertreten werden.

Eine Taufe

Wir bekennen: In der Taufe bekennen wir öffentlich, dass wir mit Jesus Christus gestorben und auferstanden sind und werden damit in Ihn hinein getauft (Röm. 6,3-4) und haben Ihn dadurch „angezogen“ (Gal. 3,26-28). Durch die Taufe, das heißt mit der Berufung auf die Gerechtigkeit des Christus wird der Prozess der Umkehr zu Gott abgeschlossen (Mk. 16,16). In der Taufe schließen wir einen Bund mit Gott (1. Petr. 3,21), denn durch die bewusste Taufe auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes werden wir zu Jüngern Jesu (Mt. 28,19-20) und werden der Gemeinde hinzugetan (Apg. 2,41-42).

Wir verwerfen die falsche Lehre, dass in der Säuglingstaufe oder der Taufe für sich allein genommen (ohne vorherige echte Buße und Bekehrung) eine Wiedergeburt oder sonst ein Gnadenakt zum Heil wirksam wird.

Wir verwerfen die falsche Lehre der pfingstlichen Geistestaufe als 2. Erlebnis nach der Wiedergeburt (was mit der Zungensprache einhergehen soll).

Wir verwerfen die Taufe im Sinne einer mystischen Vereinigung mit einer überirdischen Kraft, einem Christusgeist (New Age, Anthroposophie) oder einem anderen Geistwesen.

Ein Gott und Vater aller, über allen und durch alle und in allen

Wir bekennen, dass Gott unser Schöpfer und Vater ist. Er hat in Jesus Christus alles geschaffen (Kol. 1,15-17; 1. Kor. 8,6) und ist der Allerhöchste (Jes. 45,18; Jes. 46,9-10). Er steht über allem und hat sich uns in seinem Wort, der Bibel, geoffenbart. Ihm allein gebührt Anbetung, die wir in der Gemeinde und in unserem Leben durch Worte und Taten, bringen wollen (Kol. 3,17).

Es ist der Lebenszweck (höchstes Ziel) des Menschen, Gott zu dienen, Ihn zu verherrlichen und sich an Ihm zu erfreuen. Er offenbart sich als Schöpfer aller Menschen und als Vater seiner Kinder, der wiedergeborenen Christen.

Er wirkt durch seinen Geist in uns und durch uns (1. Kor. 12,4-6) und befähigt uns Ihm wohlgefällig zu leben.

Wir verwerfen die falsche Lehre, dass es einen anderen Gott gibt, als den einen wahren Gott, der sich den Menschen als der Vater im Himmel, als ihr Erlöser Jesus Christus und als der Heilige Geist in der Bibel geoffenbart hat.

Wir verwerfen die falsche Praxis, dass der Mensch die Schöpfungsordnung nach Belieben ändern darf (z.B. in Ehe und Familie) oder sich in die Schöpfung unter wissenschaftlichen Argumenten einmischen darf (Humangenetik).

Bekenntnis zum Worte Gottes

Wir bekennen: Gott hat sich in seinem Wort geoffenbart, das die Richtschnur für unser Bekenntnis, unseren Glauben und unser Leben ist (2. Tim. 3,16-17). Das Ziel des Wortes Gottes ist es, Jesus Christus als den Erlöser zu offenbaren (Joh. 5,39) und dem Menschen das Heil zuzueignen.

Die Bibel ist von Gott inspiriert und im Urtext irrtumslos. Der Heilige Geist gebrauchte Menschen, die Bibel zu schreiben und wachte über dem Geschriebenen (2. Petr. 1,21). Die Schriftauslegung geschieht nach den Grundsätzen der Bibel („wörtliche Schriftauslegung“). Wir legen die Bibel mit der Bibel aus.

Wir verwerfen die Behauptung, dass die Bibel lediglich Gottes Wort (teilweise) enthält. Wir verwerfen die falsche Lehre, dass die Bibel nach anderen Methoden ausgelegt werden müsse, z.B. historisch-kritisch, allegorisch, tiefenpsychologisch etc.